Duobandantenne für 2 m und 70 cm

Lambda ¼ auf 2 m – Lambda 5/8 auf 70 cm

1.1 Einleitung

Duobandantenne. Tom, DL5ABF.

Bild 1: Duobandantenne. Tom, DL5ABF.

Hier ist ein Bauvorschlag für OM`s die sich gerne mechanisch betätigen. Diese Antenne ist mit handwerklichen Geschick leicht nachzubauen.

Ich habe hier zwei Version der Duobandantenne dargestellt. Die eine ist mit einem Kunststoffkörper versehen. Dieses Kunststoffteil (siehe Zeichnung) muss man schon an einer Drehmaschine fertigen. Einige OM`s haben sogar so ein Ding im Bastelkeller stehen. Daher gibt es vielleicht die Möglichkeit, sich von einem befreundeten OM solch ein Kunststoffteil fertigen zu lassen.

Die zweite Version ist eher eine Unterdachversion oder auch als Zimmerantenne geeignet, die im unteren Teil beschrieben ist.

Duobandantenne. Tom, DL5ABF.

Bild 2: Halterung. Tom, DL5ABF.

Duobandantennen gibt es wie Sand am Meer und einige OM`s werden jetzt sicherlich denken: Warum dann eine Duobandantenne bauen wenn es sie doch zu kaufen gibt ? Ist es denn nicht der Selbstbau, der den Amateurfunk definiert ? Kaufen kann jeder, aber Funkbetrieb mit etwas aus eigener Hand, macht doch hundertmal mehr Freude. Oder nicht?

Warum noch selber Fußball spielen, wenn es doch sowieso im Fernsehen übertragen wird? Also, ran an den Speck und mal wieder selbst etwas für unser schönes Hobby bauen.

1.2 Duobandantenne mit Kunststoffkörper und Radials

Duobandantenne. Tom, DL5ABF.

Bild 3: Radial. Tom, DL5ABF.

Der Antennenstrahler hat einen Durchmesser von 2 mm. Dazu kann man einen Edelstahlschweißdraht verwenden, den ihr in jedem Schweißzubehör bekommt. Auch einige Baumärkte haben diese Edelstahldrähte. Natürlich lässt auch Messing, oder Aluminium verwenden. Nur sollten es keine Rohre sein, die lassen sich leider nicht biegen, wie wir es brauchen.

Die untere Seite der Antenne muss später auf die SO239-Buchse verlötet werden. Daher muss zunächst der Antennenstrahler wenn er aus Edelstahl besteht, an der unteren Seite mit etwas Lötzinn versehen werden. Siehe dazu Bild 1. Am besten eignet sich dazu ein geeignetes Flussmittel für Stahl- und Edelstahl. Flussmittel bekommt man auch im Schweißzubehör oder im Internet einfach googeln.

Den unteren Teil der Antenne mit einer Feile etwas anrauen, mit etwas Flussmittel bestreichen. Das Lötzinn müsste sich jetzt mit dem Lötkolben gut verlöten lassen. Übrigens, Lötzinn verwenden, dass frei von Kolophonium ist.

Besteht die Antenne aus Messing, braucht man nur mit einem Lötkolben den unteren Teil der Antenne verzinnen. Besteht der Strahler aus Aluminium muss er geklemmt werden, z.B. mit einer kleinen Lüsterklemme oder ähnlich.

Auf der Einzelteilzeichnung erkennt man das Kunststoffteil (schraffiert). Der verzinnte Strahler wird durch die 2 mm Bohrung des Kunststoffteils gesteckt. Dann wird eine SO230-PL-Einbaubuchse, in der 16 mm Bohrung des Bleches verschraubt.

Nun verlöten wir den Strahler mit dem Stift der SO239-Buchse. Das Blech und das Kunststoffteil wird zunächst mit den drei Schrauben gesichert, die nicht die Radiales Aritieren. Der Strahler wird mit einer kurzen M4 Madenschraube in dem Kunststoffteil gesichert.

Nachdem wir die drei Radiales auf Länge zugeschnitten und abgekantet haben, werden sie in das Kunststoffteil seitlich eingesteckt. Die drei Schrauben, die, die Radiales Aritieren, müssen in der Länge so angepasst werden, dass die Radiales einen festen Halt und Kontakt zum Blech haben.

1.3 Duobandantenne ohne Radiales ( Unterdachversion )

Wie ich bereits angekündigt habe, kann man die Antenne auch ohne Radiales betreiben. Dazu ist es aber nötig, dass das Blech an der oberen Seite an einem Stahlmast montiert wird. Die Mindestlänge des Mastes sollte schon 500 mm betragen um ein gutes Gegengewicht zu gewähr leisten. Das Blech lässt sich einfach mit einer Schelle am Mast befestigen. Ich habe diese Version als Unterdach – oder Zimmerantenne angegeben, da sie nicht wasserdicht ist. Der Strahler wird am unteren Ende mit einen Bananenstecker versehen und in die SO239 Buchse gesteckt. Eine Bananenbuchse eignet sich ebenfalls gut. Der Innenleiter des Koaxialkabels wird an den Stift der SO239 Buchse, bzw. Bananenbuchse angelötet. Die Abschirmung wird mit einem Klemmschuh und mit einer kleinen Schraube mit dem Blech verbinden. Siehe Bild 2.

1.4 Der Strahler mit Radials

Die Radials haben eine Länge von 540 mm und einen Durchmesser von 2 mm. Der Strahler hat eine Länge von ca. 500 mm und 2mm Durchmesser. Um ein SWV zu erreichen muss sie passend in der Länge zugeschnitten werden. Nicht wundern, 500 mm Länge ist schon sehr großzügig gewählt. Der Ringdurchmesser des Strahlers beträgt ca. 40 mm. Ist nicht sehr kritisch. Die Windungszahl beträgt etwas weniger als eine Windung und ist ebenfalls nicht sehr kritisch. Siehe Bild 3.

Und nun viel Spaß und Erfolg beim Nachbau der Duobandantenne.

Duobandantenne Zeichnung

Vy 73 DL5ABF – Tom

Mitglied im AFCD

http://www.qrz.com/db/DL5ABF