Eine 5 Element-Yagi für das 70-cm-Band

Skizze der Yagi. Zu erkennen sind die einzelnen Elemente, die Einspeisung und der Boom. Bild: Udo Dinsing, DG2BAY.

Skizze der Yagi. Zu erkennen sind die einzelnen Elemente, die Einspeisung und der Boom. Bild: Udo Dinsing, DG2BAY.

Was heute noch im Amateurbereich populär ist, wäre der Antennenbau. Im Gegensatz zum Transceiverbau sind hier keine kostspieligen Messgeräte notwendig, da diverse Bauvorschläge von Antennen immer praxiserprobt sind. Wenn man sich dann an die Vorgaben hält, wird in den meisten Fällen der Einsatz belohnt indem dass die Antenne problemlos arbeitet.

Ich möchte Ihnen hiermit eine 5 Element-Yagi für den Bereich 430 bis 440 MHz vorstellen, wie sie von mir konstruiert und auch gebaut wurde. Dabei weicht die Bauweise gegenüber anderer Antennen erheblich ab. Aber schauen Sie selbst.

Wie ja allgemein bekannt ist, werden Yagi-Antennen in der Regel über einen Faltdipol erregt. Auch sogenannte Gamma-Anpassungen werden hin und wieder verwendet.

In der jetzigen Konstruktion erfahren Sie eine ganz andere Variante.

Es handelt sich hierbei um einen offenen Dipol dessen Schenkel aus zwei Lambda-Viertel Längen besteht.

Das hat den Vorteil, dass der Strahler schon annähernd einen Fußpunktwiederstand aufweist, der sich um 50 Ohm bewegt.

Nun ist darauf zu achten, dass der Strahler keine metallische Verbindung zum Boom hat. Also wird der Strahler vom Boom isoliert, oder man verwendet (wie auch in diesem Fall) einen Boom aus Hartkunststoff.

Denken Sie aber an folgende Bedingung. Der Strahler hat eine symmetrische Einspeisung und Ihr Koaxkabel ist asymmetrisch. Sie müssen also den Fußpunkt des Strahlerelements von Symmetrie auf Asymmetrie umwandeln ohne den Eingangswiederstand zu verändern.

Schauen Sie mal auf den 1:1 Balun von DJ9HO, damit haben Sie nämlich das Problem gelöst. Jetzt hat der Strahler einen asymmetrischen Eingang mit 50 Ohm und Ihr Koaxialkabel ist ebenfalls asymmetrisch mit 50 Ohm.

Die Antenne erhält folgende Abmaße.

Reflektorelement 350 mm
Strahlerelement 324 mm bzw. 162 mm je Schenkel
Direktorelement 1 303 mm
Direktorelement 2 300 mm
Direktorelement 3 295 mm
Abstand Strahler/Reflektor 172 mm
Abstand Strahler/Direktor 68 mm
Abstand Direktor/Direktor 68 mm

Die beiden Schenkel des Strahler stehen mit etwa 5 mm auseinander und der Boom hat einen Durchmesse von 20 x 20 mm. Für die Antennenelemente wurde Messing gewählt mit einem Durchmesser von 6 mm.

Die Einspeisung erfolgt über durchkontaktierte Stellen, die mit den beiden Schenkeln verbunden sind.

Die Elemente werden in vorgebohrte Löcher im Boom durchgeschoben und mit Sekundenkleber am Boom fixiert. Hierbei ist darauf zu achten, dass das Element in der geometrischen Mitte gleich der Mitte des Booms ist.

Die Elemente bestehen aus Messingrohr. Es kann aber auch Alurohr verwendet werden. Allerdings nicht für den Strahler, denn dort muss man ja an den durchkontaktierten Stellen den entsprechenden Anschluss anlöten; das geht bei Alu nicht.

Die Einspeisepunkte liegen direkt am inneren Ende der Dipolschenkel.

Die Antenne arbeitet zufriedenstellend im kompletten Bereich 430 – 440 Mhz und dürfte ca. sieben bis acht dB über Dipol an Gewinn machen.

5-Element-Yagi. Foto: Udo Dinsing.

5-Element-Yagi. Foto: Udo Dinsing.

Oben sehen Sie eine Skizze und eine Außenaufnahme der Antenne und hier ein Foto.

Udo Dinsing DG 2 BAY