Eine einfache Symmetrierung nach DJ 9 HO

SymmetrierungAntennen werden auch heute noch in einer großen Vielzahl selbst gebaut.

Und gerade dem „Newcomer“ ist manchmal nicht klar, wie eine gewisse Sache zusammen hängt und was sie ausmacht.

Bevor hier demnächst etwas mehr zur Antennentechnik gesagt werden soll, möchte ich Ihnen heute mal eine ganz einfache Symmetrierung vorstellen.

Wer in der alten Zeit (als noch die OPD für den AFU zuständig war) die Lizenzprüfung abgelegt hat, der kennt noch die „alte Symmetrierung“ in dieser ein Lambda/4-Stub kurzgeschlossen ist. Das ist allerdings nach neueren Erkenntnissen überhaupt keine Symmetrierung und man findet sie auch heute nicht mehr im „Rothammel“.

Unabhängig vom Fußpunktwiederstand der Antenne, kann die nachstehend beschriebene Form verwendet werden.

Am Einspeisepunkt der Antenne befindet sich ein 50 Ohm (Lambda/4 Stück mal VK). Der VK (Verkürzungsfaktor) ist bei den entsprechenden Kabeltypen in der Regel mit angegeben. Falls nicht, so frage man das Internet.

Um dieses Lambda/4-Stück wird nun ein isolierter Draht gewunden, dessen Länge ist auch Lambda/4, allerdings ohne VK !

Die nachstehende Skizze verdeutlicht das System.

An der Stelle, wo der Draht mit der Koaxabschirmung verbunden ist, schließt sich die Speiseleitung (50 Ohm Wellenwiederstand) zum TX/RX an.

Es handelt sich also demnach um einen Balun im Verhältnis 1:1 und gilt nur für symmetrische Antennen, deren Fußpunktwiderstand sich ebenfalls schon so um die 50 Ohm bewegt.

Sollte die Antenne einen anderen Fußpunktwiederstand haben, (wie z.B. die „Quad“) muss das Lambda/4-Koax einen anderen Wellenwiederstand haben um mit 50 Ohm einspeisen zu können.

Abschlußbemerkung: Wenn keine Symmetrierung erfolgt, dann wird das Richtdiagramm der Antenne verfälscht. Man spricht auch davon, dass die Antenne „schielt“.

Abgesehen davon treten Mantelwellen auf (die mit einer SWR-Messung nicht feststellbar sind).

Diese Mantelwellen können Störungen im TV- und Radiobereich verursachen.

Udo Dinsing DG 2 BAY