Gruppenantennen und deren Einspeisung

Da ich mehrfach von diversen „Newcomern“ im Amateurfunk gefragt wurde, wie man problemlos mehrere Antennen zusammen schaltet und diese mit nur einer Speiseleitung versorgt, möchte ich hiermit eine Gruppeneinspeisung vorstellen, die auf koaxialer Basis beruht.Gruppenantenne

Die Verwendung von Gruppenantennen hat den Vorteil, dass nicht nur die ERP erhöht wird, sondern die Gruppe ist gegenüber einer Einzelantenne auch selektiver. Das heißt sie „hört“ mehr.

Da hier ja nur von einer Zuleitung gesprochen wird die von der Station kommt, muss natürlich darauf geachtet werden, dass die richtige Impedanz angeschlossen ist. Um dieses zu erreichen werden zwischen der Speiseleitung und der Antennengruppe Impedanzwandler sogenannte „Stups“ eingesetzt.

Diese sorgen dafür, das im Gesamtbild der Gruppe inklusive Antennenzuleitung wieder die obligatorischen 50 Ohm an der Station anliegen.

Je nach Anzahl der Gruppe werden unterschiedliche Zwischenimpedanzen benötigt. In der beigefügten Skizze ist die Einspeisung einer vierer Gruppe dargestellt.

Achtung, die Stups müssen alle vom selben Kabeltyp und auch gleich lang sein ! Die Gruppe wird sonst mit unterschiedlicher Phase gespeist und das kann zu Einbrüchen im Richtdiagramm führen und die Antennengruppe unbrauchbar machen. Die Stups haben eine Länge von Lambda/4 x VK. (VK = Verkürzungsfaktor) Die entsprechenden Impedanzen habe ich nachstehend aufgelistet, wobei das Anschlussschema (wie abgebildet) immer das gleiche bleibt.

Für zwei Antennen gilt: 2 Stups, jeder 75 Ohm

Für vier Antennen gilt: 2 Stups, jeder 50 Ohm

Für sechs Antennen gilt: 4 Stups, jeder 75 Ohm

Für acht Antennen gilt: 4 Stups, Jeder 72 Ohm

 Udo Dinsing (DG 2 BAY)